Umwelt

Wir brauchen eine Strategiedebatte

Stand der Umweltgruppe in Böckingen

 

Stand der Umweltgruppe in Böckingen Januar 2015

Europaweit: Profit aus Atom- und Giftmüll!

Zeitbombe unter Tage: auch in den Salzbergwerkstollen unter dem Heilbronner Land lagern Millionen Tonnen Giftmüll. Europaweiter Widerstand ist nötig!

Laut Heilbronner Stimme vom 22. 03. 2014 schneidet das Heilbronner Leitungswasser im Vergleich mit Mi­neralwasser aus dem Handel relativ gut ab - doch wird das auch immer so bleiben?

Im Juli 2013 strahlte der WDR einen Beitrag über die giftigsten Orte Deutschlands aus. Unter anderem wur­de auch das Salzbergwerk Heilbronn benannt. Es ge­hört wie die Grube in Kochendorf zu der Südwest­deutschen Salzwerke AG. Im Februar 1984 hatte das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Ba­den-Württemberg den SWS die Genehmigung erteilt, in den Stollen des Bergwerks Heilbronn quecksilber­haltige Salze aus Produktionsrückständen der Hoechst AG einzulagern.

 

Doch damit nicht genug. Als es darum ging, die hoch­giftigen Rauchgasfilterrückstände des Müllheizkraft­werkes Göppingen und weiterer Müllverbrennungsan­lagen zu entsorgen, bot sich das Heilbronner Salzberg­werk dazu an, zumal seitens der Stadt keine größeren Einwände zu erwarten waren. 1997 erfolgte dann die Inbetriebnahme der Untertagedeponie. Heute lagern in den Kammern der Salzbergwerke Heilbronn und Kochendorf Millionen Tonnen giftiger Abfälle aus diversen europäischen Ländern (www.heise.de/tp/artikel/40/40245/1.html).

Hinzu kommen radioaktive Abfälle, die mit Bauschutt „verdünnt“ wurden, um unter die höchstzulässigen Strahlen-Grenzwerte zu kommen – das nennt man „freigemessen“ (www.energiewendeheilbronn.de).

Dass sich damit gut Geld verdienen lässt, zeigt die Tatsache, dass laut Aussage des Heilbronner Ober­bürgermeisters Himmelsbach vom Mai 2013 von der gezahlten Dividende für die Stadt Heilbronn 5,3 Millio­nen Euro abfielen.

Dass die Untertagedeponie Heilbronn keines­wegs sicher ist, zeigte sich, als beim Öffnen einer Giftkammer Ende Januar 2013 zufällig ein Ge­steinsabbruch von ca. 300 m³ entdeckt wurde. Ge­nauere Messungen ergaben für die letzten 20 Jahre eine Gesamtmenge von rund 5000 m³. Die Öffentlich­keit erfuhr davon erst durch das Schweizer Magazin „ Beob­achter“. Auch das Atommülllager Asse ist ein Salzstol­len und inzwischen einsturzgefährdet, Wasser dringt ein.

 

Einmal freigesetzt, verbreiten sich die Stoffe unterir­disch unkontrollierbar. Wir wollen aber nicht, dass un­sere Enkel verseuchtes Wasser trinken und Gifte durch Brunnenwasser über unsere Gemüsegärten auf unseren Tisch kommen, nicht in Heilbronn und an­derswo – darum:

 

Europaweiter Widerstand gegen Gift- und Atom­müll-Lagerung in Untertagedeponien!

 

(Umweltgruppe der MLPD Heilbronn, April 2014)

 

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